Liebe Interessierten,
Hund und Mensch leben seit
vielen Jahren auf mehr oder weniger engem Raum zusammen. Wie ist dies meistens
so reibungslos möglich? Was sind die Grundlagen dieses Zusammenlebens? Was
bringt einen Hund dazu, sich uns Menschen anzuschließen? Warum gibt es manchmal
Probleme und wie können diese gelöst werden? Das alles sind Fragen, die ich mir
gestellt habe, als mir unser dritter Hund anfing aufzuzeigen, dass es auch
Hunde gibt, die sich nicht wie von allein problemlos integrieren. Auf der Suche
nach Antworten auf diese Fragen trifft man auf die Meinungen, Theorien,
Methoden, Systeme, Studien und die „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse“
von Hundeflüsterern, Hundepsychologen,
Hundetrainern, Experten für Hunde, Hundeforschern, Wissenschaftlern, kundigen
Hundehaltern oder solchen, die meinen kundig zu sein, und allen möglichen
anderen Menschen. Die Bandbreite dessen, was über das Zusammenleben von Menschen
und Hunden publiziert wurde und wird empfinde ich als extrem groß. Dazu kommt,
dass das, was allgemein als Umgang mit dem Hund in Hundekreisen als legitim,
sinnvoll, richtig und gut angesehen wird, immer auch Trends unterliegt. In den
letzten Jahren und Jahrzehnten gab es immer wieder hier und da wirklich
fundiert erarbeitete neue Erkenntnisse, aber auch modische Strömungen, die
einfach nur aus moralbasierten Grundregeln unserer menschlichen Gesellschaft
entstanden sind, mit dem, was ein Hund unter sozialem Miteinander versteht aber
nichts zu tun haben. Die Meinung über den richtigen und sinnvollen Umgang mit
dem Hund unterlag also gerade in den letzten Jahren starken Schwankungen und
sie tut es aktuell zum Teil immer noch.
Ich habe für mich versucht, das
System Mensch / Hund ein bisschen zu verstehen, abzuwägen, was sinnvoll ist,
und Sinnloses außen vor zu lassen. Dabei musste ich auch schon eingeschlagene
Richtungen wieder verlassen, mal ein Stück zurückgehen und einen anderen Weg
einschlagen.
Im Folgenden möchte ich mein
Bild vom sinnvollen Zusammenleben von Hund und Mensch beschreiben und damit
andere Hundehalter ansprechen, die noch dort stehen, wo ich anfangs stand.
Vielleicht kann der Eine oder Andere meinen Ausführungen ja etwas abgewinnen.
Anmerken möchte ich noch, dass
ich weder Wissenschaftler noch Hundepsychologe oder Ähnliches bin, sondern nur
ein ganz normaler Hundehalter, der versucht sich fachkundig zu machen, von
anderen erarbeitete Erkenntnisse zusammenträgt, mit seinen eigenen Erfahrungen
und seinem gesunden Menschenverstand abgleicht und versucht, das alles in
Beziehung zueinander zu bringen.
Viel Spaß beim Lesen,
Lennart
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